Friedrich Carl Heimann, geboren 1850 in Köln, ab 1913 erster Kölner Stadtkonservator  und Namensgeber unserer Gesellschaft.

Portraitfoto um 1918, Dombauverwaltung

Der Namensgeber

Friedrich Carl Heimann (1850 bis 1921), der Namensgeber und geistige Pate unserer Gesellschaft, war Architekt, Denkmalpfleger und Mundartdichter. Nach seiner Ausbildung zum Bau-Novizen besuchte er 1869 bis 1873 die königliche Bauakademie Berlin, die er als Regierungsbauführer verließ. 1878 legte Heimann die Prüfung zum Regierungsbaumeister ab und arbeitete im Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten in Berlin. Von 1881 an war er für die Eisenbahnverwaltung Magdeburg tätig, ab 1885 als Königlicher Bauinspektor in Hildesheim, wo er erste Erfahrungen im Bereich der praktischen Denkmalpflege sammelte. 1890 kam Heimann als Leiter des Hochbauamtes nach Köln. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Restaurierung historischer städtischer Baulichkeiten und die Beratung bei privaten Baudenkmälern. Hier führte er die Fotografie als Dokumentationsmittel ein. 1895 wurde Heimann zum korrespondierenden Ehrenmitglied des Königlichen Instituts britischer Architekten in London ernannt, 1898 zum Königlichen Baurat.

 

Heimann war maßgeblich beteiligt an der Gründung des „Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz” im Jahr 1906.

Kölner Hansa-Gymnasium, um 1900

Kölner Stadtarchiv am Gereonskloster, um 1897

Friedrich Carl Heimann hinterließ viele konstruktive Spuren in Köln, wie die heute noch erhaltenen Bauten des Hansa-Gymnasiums und des ehemalige Stadtarchivs am Gereonshof (heute als Hotel in den Gerling-Komplex integriert), aber auch auf Kölner Friedhöfen und dem Gürzenich. Großangelegte Restaurierungsprojekte in seiner Zeit, galten unter anderem dem Cäcilienkloster und dem Ursulakloster (beide im zweitem Weltkrieg zerstört).

Friedrich Carl Heimann war engagiert in vielen Kommissionen, Juries und Vereinen:

1899 und 1901 Mitglied der Jury zur Errichtung des Reiterdenkmals „Kaiser Friedrich III.“

1900 Mitglied der Kommission des Wallraf-Richartz-Museums

1906 Maßgebliche Beteiligung an der Gründung des „Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz”

1907 Vorstandsmitglied des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz

1908/09 Preisrichter beim Wettbewerb zum Gesellschaftshaus des Bonner Bürgervereins in Bonn

1911 Preisrichter beim Wettbewerb zum Warenhaus Tietz in Köln

1914 Mitglied des Bauausschusses der „Deutschen Werkbund-Ausstellung“ Köln- Deutz

1915 Mitglied der Jury für den „Wettbewerb für Krieger-, Grab- und Gedenkzeichen” für ländliche Gemeinden

1917 bis 1921 Präsident des Zentral-Dombau-Vereins in Köln

Gründungsmitglied des Kölnischen Geschichtsvereins

Mitglied des Altenberger Domvereins

Mitglied des Architekten- und Ingenieur-Vereins für Niederrhein und Westfalen

Mitglied im Christlichen Kunstverein der Erzdiözese Köln

Mitglied im Verein der Altertumsfreunde

Vorsitzender des Vereins für das Missionshaus Knechtsteden

Dombauverwaltung

Der Namensgeber

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